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Amateurfilm

Autor Info's mit anzeigen März 21st, 2012

AmateurfilmEine Erklärung des Begriffs "Amateurfilm" bzw. auch "Amateurfilmer" ist sehr schwer, weil es mehrere Kategorien von Amateurfilmen und deren Machern gibt. Als Synonym wird oft auch "Hobbyfilm" verwendet, das zumindest besser ausdrückt, dass es sich um Filme oder Filmer handelt, die das in ihrer Freizeit und nicht als Beruf machen. Zu Amateurfilm gehören sicher alle rein dokumentarischen Filme, die letztendlich so bleiben, wie sie aufgenommen wurden. Dann gibt es Filmer, die man auch als Fun-Filmer bezeichnen könnte, die nur kurze Sequenzen von besonderen Ereignissen oder Vorkommnissen aufnehmen und diese ins Internet stellen. Früher liefen diese Filmschnippsel oft unter dem Begriff "Pleiten, Pech und Pannen" im Fernsehen, heute erlangen die Autoren teilweise eine gewisse YouTube Berühmtheit, wenn sich die Aufnahmen viral verbreiten. Dann gibt es noch die Riege der engagierten Amateurfilmer, die im BDFA organisiert sind. Deren Betreben kann es u.a. sein, die Filme auf Wettbewerben und in der Öffentlichkeit zu zeigen, sie stecken also dementsprechend viel Aufwand in die Filme und oft auch ihr eigenes Geld. Häufig nennen sich diese Filmer auch nicht-kommerzielle, manchmal auch independent oder no-budget Filmer. Es sind sowohl Dokumentationen, Animationen als auch Spielfilme. Gerade jüngere Filmer organisieren sich gerne zu kleinen Gruppen, die dann gemeinsam Spielfilme drehen. Heute geschieht das häufig im Internet über Communities. Nicht mehr richtig dem Amateurfilm kann man Studentenfilme zuordnen, also Filme, die im Rahmen eines Medien- oder Filmstudiums entstehen, aber es sind auch alles nicht-kommerzielle Filme und Filmer.

Während Amateurfilmer bzw. Hobbyfilmer tatsächlich mehr darüber aussagt, ob ich Geld mit Filmen verdiene, sagt weder Autor noch independent noch no-budget etwas darüber aus, ob ich das Filmen als Beruf ausübe. Ich kann ja auch als Filmer, der damit Geld verdient, no-budget bzw. independent Filme machen.

Im BDFA (Bundesverband Deutscher Film-Autoren e.V.) nennen sich die Filmer seit geraumer Zeit Autoren. Das einzige BDFA Kriterium ist dabei, dass kein Geld mit dem Film an sich verdient wird. Dadurch ist der BDFA nicht nur für Amateurfilmer, sondern auch für Studenten offen, ja sogar für Leute, die auch mit Film Geld verdienen, nur halt nicht mit den Filmen, die sie für einen BDFA Wettbewerb einreichen. Für deren Produktionen werden oft professionelle Kommentarsprecher beansprucht und Musik, die von professionellen Komponisten speziell für einen Film eingespielt wurde. Auch Fremdaufnahmen, die einen professionellen Ursprung haben, sind in einem gewissen Rahmen erlaubt, wenn es dem Zweck des Filmes dient. Dabei meine ich nicht Archivaufnahmen, die so nicht mehr erstellbar wären, sondern Aufnahmen aus anderen Filmen. Dabei rede ich nicht von Kameras oder anderen Equipment, das steht natürlich allen offen und sagt ja  auch nichts über die inhaltliche Qualität eines Films aus.

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Dramaturgie

Autor Info's mit anzeigen März 8th, 2012

Dramaturgie gibt es nicht nur beim Spielfilm, auch in einer Reisedokumentation ist diese wichtig. Es gibt ja verschiedene Arten, wie ich meine Reise beschreiben kann. Das kann chronologisch sein, das kann aber auch in Rückblenden sein. Ich kann allein durch Schnitt und Montage auch einen Spannungsbogen setzen. damit die Reisedokumentation bis zum Ende für den Zuschauer interessant bleibt. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist auch die Erzählzeit. Während die erzählte Zeit die Dauer meiner Reise ist, ist die Erzählzeit die Dauer des Films. Über welche Erzählzeit kann ich also meine Reisedokumentation interessant gestalten? Das können 10 Minuten sein, wenn man nur bestimmte Ereignisse währen der Reise erzählt, das kann aber auch eine Stunde sein, wenn während meiner Reise genug passiert ist, was für die Zuschauer, bzw. meine Zielgruppe interessant ist. Eine abendfüllende, also länger als eine Stunde dauernde Dokumentation ist eher selten, da die Dramaturgie da sehr schwer ist.

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Bildsprache

Autor Info's mit anzeigen März 8th, 2012

BildspracheMöchte man eine Geschichte erzählen, so verwendet man Wörter und Sätze in einer Sprache, die mein Gegenüber versteht. Möchte man einen Film machen, so will man ja auch eine Geschichte erzählen, nur auf filmische Art, also ausgedrückt durch Bilder mit evtl. ergänzendem Kommentar. Wenn allerdings meine Bilder nichts aussagen, werde ich das auch mit einem Kommentar nicht retten können. Um meine Bilder sprechen zu lassen, benötige ich eine bestimmte Bildsprache, die dem Inhalt meines Films angemessen ist. Dazu habe ich verschiedene Einstellungsgrößen, Kamerabewegungen und Perspektiven, sowie den Schnitt (bzw. Montage) und die Beleuchtung der Szenerie. Je abwechslungsreicher ich die Bildsprache machen kann, desto interessanter wird mein Film werden.

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Einstellungsgroesse

Autor Info's mit anzeigen März 8th, 2012

Beim Filmen gibt es verschiedene Einstellungsgrößen, über die man Bescheid wissen sollte. Eine Einstellung ist übrigens immer eine Aufnahme, also vom Einsschalten bis zum Ausschalten der Kameraaufnahme bzw. vom Einstiegspunkt bis zum Ausstiegspunkt, wenn man beim Schnitt eine Aufnahme anschließend im Filmbearbeitungsprogramm anpasst.. Diese Einstellungsgrößen sollte man beim Schnitt auch gemischt verwenden, der Film wird dadurch wesentlich interessanter wirken, als eine Aneinanderreihung von Totalen. Es gibt natürlich beliebig viele Einstellungsgrößen, wenn man das Thema etwas wissenschaftlicher ansieht, dann findet man schnell raus, dass sich das aud ca. 6-8 verschiedene Einstellungsgrößen reduziert:

Totale

Die Totale ist eine Übersichtsaufnahme, die Menschen oder Objekte aus großer Entfernung zeigt. Wird natürlich häufig bei Landschaftsaufnahmen verwendet. Eigentlich unterscheidet man auch noch zwischen Totale und extreme Totale (oder auch "Weite" genannt), das ist aber bei Reisedokumentation selten der Fall, deshalb hier nicht weiter berücksichtigt. In der Reisedokumentation wäre das die typische Landschaftsaufnahme.

Halbtotale

Zeigt ein Objekt (Bauwerk, Skulptur usw.) oder eine Person vollständig, also Kopf bis Fuß. Diese Aufnahmeart wird häufig verwendet, wenn man in ein Thema mit einer Person oder einem Objekt einführen möchte oder als begleitende Aufnahme.

Amerikanisch

Diese Aufnahmeart gibt es nicht für Objekte, sie wird nur bei Personen verwendet. Sie heisst "Amerikanisch", weil sie schon in alten Hollywoodfilmen wie Western verwendet wurde. Eine Person wird von den Knien aufwärts gezeigt, insbesondere so, dass man den Colt und dann die ziehende Hand sieht. Bei Reisedokumentationen kann man das auch mit "Halbnah" zusammenfassen.

Halbnah

Das ist die häufigste Art, mit der man Personen in einer Reisedokumentation einfangen sollte. Sie zeigt eine Person von der Hüfte aufwärts.

Nah

Diese Aufnahmeart zeigt von einer Person Kopf und Schulter, was in der Regel für Interviews verwendet wird. Bei Objekten wird ein Teil des Objektes oder Bauwerkes gezeigt. Das sollte bei Reisedokumentationen häufig verwendet werden, da Nahaufnahmen immer Interesse bei Zuschauern erwecken, weil sie etwas hervorheben.

Großaufnahme - Detail

Zeigt den Kopf oder einen Teil des Gesichts einer Person. Auch hier wird normalerweise noch zwischen Großaufnahme (Kopf) und Detail (Teil des Kopfes, z.B. Auge) unterschieden, für die Reisedokumentation kann man das aber auch zusammenfassen als Großaufnahme. Diese Aufnahmearten werden verwendet, um emotionale Ausdrücke einzufangen, oder Details hervorzuheben. Das kann eine Gesichtsmimik sein, die beim Zuschauer eine Emotion (Anziehung, Ablehnung) auslösen soll. Bei Objekten ist das in der Regel ein kleiner Ausschnitt bzw. ein besonderes Detail eines Objektes, auf das man hinweisen möchte.

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Perspektive

Autor Info's mit anzeigen März 8th, 2012

Wichtig bei Filmaufnahmen ist immer, aus welcher Perspektive ich filme. Wenn ich Personen filme, dann gibt es grundsätzlich drei Perspektivmöglichkeiten. Ich kann von unten herauf, von oben herab oder auf Augehöhe filmen. Augenhöhe bedeutet allerdings nicht meine Augenhöhe, sondern auf Augenhöhe der gefilmten Person. Von unten herauf, was man auch Froschperspektive nennt, ergibt beim Zuschauer immer den Eindruck, dass mir dieser Person überlegen ist, ich also zu der Person aufschaue, von oben herab ergibt immer den Eindruck, dass ich der Person überlegen bin oder auch, dass ich die Person nicht besonders achte. Auf Augenhöhe, was eigentlich die häufigste Einstellung sein sollte, heisst einfach nur, die Person ist gleichwertig und beachtenswert. Übrigens gilt das auch für Kinder. Kinder von oben herab, also aus der Stehposition zu filmen, kommt beim Zuschauer nicht gut an, hier entsteht der Eindruck, dass dem Filmer das Kind nicht wichtig ist. Was Anderes ist übrigens, wenn ich eine Person bei der Ausübung einer Tätigkeit filme. Dann steht ja nicht die Person, sondern die Tätigkeit im Vordergrund. Natürlich werden ja gerade beim Amateurfilm bzw. Reisedokumentation nicht immer Personen gefilmt, sondern viel öfter Landschaften und Bauwerke. Hier gilt beim Filmen das Gleiche wie bei der Fotografie. Perspektivische Sichten mit Vorder- und Hintergrund ergeben immer eine Tiefenwirkung, die wesentlich plastischer ist, als wenn ich immer nur Landschaft im Hintergrund habe. Filme ich eine Landschaft, so sollte ich auch auf den Vordergrund achten. Perspektive bei Landschaftsaufnahmen heisst auch, dass ich im Bild gedachte Linien habe, die nicht parallel zum Horizont verlaufen. Nur beim Meer oder bei einem See muss eine Aufnahme immer horizontal sein, sonst entsteht der Eindruck, dass das Meer ausläuft. Auch Bauwerke kann ich nicht so filmen, dass der Eindruck entsteht, diese würden gleich einstürzen. Auch beim Filmen gilt übrigens der goldene Schnitt, also 1/3 zu 2/3 sowohl horizontal als auch vertikal für Vordergrund und Hintergrund. Bei Personenaufnahmen sollte eine Person nie in der Mitte stehen, es sollte immer mehr im Bild sein, wohin diese Person schaut. Bei Landschafts- und Objektaufnahmen redet man von einer Froschperspektive und einer Vogelperspektive.

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Beleuchtung

Autor Info's mit anzeigen März 7th, 2012

Bei Reisedokumentationen hat man selten eine zusätzliche Lichtquelle dabei und das ist heute in den meisten Fällen gar nicht nötig, da moderne Kameras entsprechend gute Low-Light Fähigkeiten haben, also auch bei wenig Licht in Kirchen oder anderen Innenräumen oder sogar nachts bei Straßenbeleuchtung gute Bilder liefern. Eine andere Sache ist natürlich, wenn ich eine besondere Lichtstimmung erzeugen will. Da kann eine zusätzliche LED-Leuchte wahre Wunder wirken. Habe ich die nicht dabei, dann muss ich versuchen, das vorhandene Licht entsprechend bestmöglich auszunutzen. Bei speziellen Aufnahmen, wie z.B. Gegenlichtaufnahmen sollte ich darauf achten, dass ich die Automatik der Kamera ausschalte und die Blende entsprechend dem Motiv anpasse. Insbesondere sollte ich die automatische Belichtung bei Schwenks oder Zooms ausschalten, wenn helle und dunkle Objekte ins Bild kommen. Meistens wähle ich dann eine Blende, die bestmöglichst beiden Arten entspricht. Ist das nicht möglich, verzichte ich lieber auf eine solche Aufnahme und mache lieber zwei verschiedene Aufnahmen. Ein weiteres Problem bei Beleuchtung stellt die Mischbeleuchtung dar. Also Innenbeleuchtung, die eine ganz andere Farbtemperatur hat, als Sonnenlicht, welches durch das Fenster reinkommt. In solchen Fällen sollte man die WB (White-Balance, Weissabgleich) der Kamera ausschalten und manuell bestmöglichst an die Verhältnisse angepasst, einstellen.  Das größte Problem stellen immer wieder Leuchtstoffröhren dar, die nochmal eine andere Temperatur als normales Glühbirnen haben.

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Geraeusche im Film

Autor Info's mit anzeigen März 7th, 2012

Jede Videokamera hat heute ein Mikrofon, so dass alle Original-Geräusche, die vor und hinter der Kamera während der Aufnahme zu hören sind, mit aufgenommen werden. In vielen Fällen geht das gut, es gibt aber genügend Fälle, wo die Geräusche entweder unpassend oder auch unbrauchbar sind. Dann muss ich in der Nachbearbeitung eingreifen und diese Geräusche entweder in der Lautstärke anpassen oder sogar komplett weglassen und eine andere Geräuschkulisse suchen. Ein typisches Beispiel ist das Windgeräusch, das im Original nur selten wirklich passend ist, ich muss meistens nach anderen Geräuschen suchen, die besser zu der Szene passen. Ein weiteres Beispiel ist ein hinter mir vorbeifahrendes Auto, das man in der Aufnahme aber nicht sieht. Damit ist das Geräusch nicht glaubwürdig und meistens sogar störend, ich muss es also ersetzen. Andere Beispiele sind Kirchenglocken, wo die Kirche nicht zu sehen ist oder Baustellenlärm, wo keine Baustelle im Bild ist. Der beste Weg zu einem anderen Geräusch ist eine andere Aufnahme, vielleicht sogar eine, die gar nicht im Film vorkommt, die aber eine bessere Geräuschkulisse liefert. Wenn ich gar keine Geräuschkulisse habe, dann kann ich auch zu Geräusch-CDs greifen, die es zu kaufen gibt. Ich kann aber auch während der Aufnahmen auch dafür sorgen, dass ich später eine gute Geräuschkulisse habe. Videomaterial kostet nicht, ich kann z.B. in einer Stadt mal eine Minute die Kamera laufen lassen und nur Geräusche aufnehmen, die ich später im Film verwenden kann.

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Zoom

Autor Info's mit anzeigen März 7th, 2012

Jede Videokamera besitzt einen Zoom, mit dem man Objekte näher heranholen kann, vom Weitwinkel bis zum starken Tele geht das zum Teil bis 20facher und noch mehr Vergrößerung. Ich kann den Ausschnitt natürlich vorher einstellen und dann nur mit einer bestimmten Brennweite filmen. Das ist der Normalfall. Ich kann aber auch, während der Aufnahme zoomen, das sollte aber nur in speziellen Fällen geschehen. Ein Fall wäre, ich möchte mit einem Heranzoomen verdeutlichen, dass mich etwas besonderes interessiert, dann sollte die nächste Aufnahme aber eine Nahaufnahme dieses Objekts aus einer anderen Perspektive sein. Ein anderer Fall wäre, ich möchte eine Sequenz filmisch beenden, indem ich vom Obekt wegzoome. In beiden Fällen sollte ich vor der eigentlichen Aufnahme eine Probeaufnahme machen, um genau festzulegen, wo der Anfang und das Ende des Zooms ist, also der anfängliche Ausschnitt und das Ziel. Für einen Zoom sollte ich auch möglichst ein Stativ verwenden und wenn es auch noch geht, die Kamera fernauslösen, damit es am Anfang oder Ende des Zooms nicht zu unschönen Verwacklern führt. Ein Zoom sollte in einer Reisedokumentation sehr sparsam eingesetzt werden.

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Zwischenschnitt

Autor Info's mit anzeigen März 6th, 2012

Einen Zwischenschnitt benutzt man bei der Montage eines Films, um meistens Unzulänglichkeiten einer Aufnahme zu verdecken. Zwischenschnitte muss man allerdings beim Drehen schon berücksichtigen und aufnehmen, später kann man das kaum nachholen. Das kann als Beispiel bei einer längeren Aufnahme einer Musikgruppe sein, weil man kurze Zeit die Kamera zu viel verwackelt hat. Da dreht man auch Zuschaueraufnahmen oder Nahaufnahmen der Musikgruppe, die man später einfügen kann. Typische Zwischenschnitte macht man auch, um z.B. Achsensprünge zu verdecken. Zwischenschnitte macht man auch bei Interviews, um einen Sprung zu überdecken. Typischerweise nimmt man ein Interview durchgehend auf, kann aber nur einige wenige Teile später im Film verwenden. Das gibt in den meisten Fällen einen Sprung der interviewenden Person. Dies lässt sich sehr gut durch einen Zwischenschnitt für den Zuschauer unsichtbar machen, so dass jeder später meint, das Interview wäre genauso abgelaufen. Hat man versäumt, einen guten Zwischenschnitt aufzunehmen, müssen dann oft die weißen Blitze herhalten, die das aber nur sehr unzulänglich verschleiern können.

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Achsensprung

Autor Info's mit anzeigen März 6th, 2012

Als Achsensprung bezeichnet man den Wechsel zwischen 2 hintereinander folgenden Aufnahmen, die die gleiche Szenerie von verschiedenen Kamerastandpunkten zeigen und zwar so, dass der Zuschauer verwirrt ist, warum sich das Geschehen umdreht. Ein typisches Beispiel ist ein Zug, der einmal nach links und gleich danach nach rechts fährt. Das empfindet ein Zuschauer, als hätte der Zug umgedreht. Der Standpunkt der Kamera hat also ca. 180 Grad gewechselt. Ein anderes typisches Beispiel sind Aufnahmen aus dem Zug, vom Schiff oder aus dem Bus. Einmal zieht die Landschaft von links nach rechts vorbei und dann umgedreht. Der Zuschauer meint, das Verkehrsmittel hätte umgedreht und würde jetzt in die andere Richtung fahren. Es gibt ein einfaches Hilfsmittel, um dieses zu verhindern. Wenn man aus dem Zug filmt, sollte man immer nur auf einer Seite heraus filmen. Bei Aufnahmen eines Zuges von außen wird es ein bischen schwieriger. Hier hilft, dass man sich auf einer gedachten Achse dreht, die weniger als einen Halbkreis bildet. Passiert es trotzdem, dass man beide Seiten filmt, dann muss man mit Zwischenschnitten arbeiten, damit der Achsensprung dem Zuschauer verborgen bleibt.

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